Ernährung: Mythen und Wahrheiten

Mythos: Protein ist für die Energie und Leistungsfähigkeit der Muskulatur am bedeutsamsten.

Wahrheit: Wie wir festgestellt haben, sind Kohlenhydrate das Muskelbenzin für Sportler und der Energielieferant Nummer 1. Das Eiweiß ist ein Baustoff, nicht jedoch der Treibstoff der Muskulatur.

Mythos: Steaks sind die beste Eiweißquelle.

Wahrheit: Steaks sind eine gute Proteinquelle. Fisch, mageres Geflügel- und Schweinefleisch, Eier und viele Milchprodukte sind jedoch keinesfalls schlechter.

Mythos: Neben Fleisch bilden Eier die wichtigste Eiweißquelle.

Wahrheit: Wie gesagt sind Eier eine gute Eiweißquelle, es ist allerdings zu bedenken, dass sie ebenso viel Fett wie Protein enthalten. Der Verzehr von zu vielen Eiern kann darüber hinaus auch den Cholesterinspiegel erheblich ansteigen lassen. Deswegen sollte man Eier nur in Maßen genießen.

Mythos: Fette gehören nicht auf dem Speiseplan eines Sportlers.

Wahrheit: Wir haben festgestellt, dass ein gewisses Maß an Fetten gesund und essentiell ist. Fette sind wichtige Energieträger und vor allem bei Ausdauersportarten muss sich der Körper an diesen Energiereserven bedienen können. Aber natürlich gilt zu beachten, dass man nicht zu viel Fett und vor allem die gesunden ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fette zu sich nimmt. Hochwertige Öle gehören deswegen in eine gut ausgestattete Sportler-Küche.

Mythos: Vor dem Training darf man nichts essen.

Wahrheit: Eine fettreiche, üppige Mahlzeit kurz vor dem Training ist in der Tat nicht zu empfehlen, da sie schwer im Magen liegt und die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt. Andererseits ist ein ausreichendes Angebot an Glykogen im Körper notwendig, damit dieser lange leistungsfähig ist. Deswegen empfiehlt sich eine kleine, leichte und kohlenhydratreiche Mahlzeit etwa 2 Stunden vor dem Training. 

Mythos: Während des Trainings muss man nichts trinken.

Wahrheit: Das gilt bei Trainingseinheiten, die höchstens eine halbe Stunde dauern. Bei längeren Workouts ist es von besonderer Bedeutung, die über den Schweiß ausgeschiedene Flüssigkeit sofort wieder zu ersetzen. Wichtig ist auch, verlorengegangene Mineralstoffe zu ersetzen und dem Körper genug Kohlenhydrate zuzufügen. (siehe „Trinken und Sport“)

Mythos: Milch ist kein Sportgetränk.

Wahrheit: Fettarme Milch ist für Sportler sogar sehr gut geeignet. Sie enthält Eiweiß in idealer Zusammensetzung sowie wichtige Vitamine und Mineralien. Auch Buttermilch und Kefir sind Sportlern zu empfehlen.

Mythos: Eine Tafel Schokolade deckt den Bedarf von Kohlenhydraten für ein Training.

Wahrheit: Schokolade gehört sicherlich nicht zu den „guten“ Kohlenhydratlieferanten. Sie enthält einiges an Zucker und Fett und somit viele Kalorien. Um die durch eine Tafel aufgenommene Kalorienmenge zu verbrennen, benötigt ein Sportler oft schon mehr als eine Trainingseinheit. Hin und wieder etwas Schokolade ist aber auch für Sportler in Ordnung.

Mythos: Um den Fettansatz am Bauch (bei Männern) oder an den Hüften (bei Frauen) loszuwerden, muss man insbesondere diese Problemzonen trainieren.

Wahrheit: Auch hier kommt es auf die Gesamtenergiebilanz an. Bei einem ausgewogenen Training werden mit Sicherheit mehr Kalorien verbrannt, als bei einem spezifischen Training des Bauchs. Deswegen ist ein Ganzkörpertraining zu bevorzugen, wodurch dann schneller auch die Problemzonen die gewünschte Form erhalten. Natürlich sollte man in das Ganzkörpertraining aber natürlich auch Übungen für die Problemzone mit einbauen. Der gezielte Abbau von Fett in einem bestimmten Bereich ist jedoch leider nicht möglich. Das kann natürlich auch dazuführen, dass zunächst in anderen Bereichen als an der gewünschten Stelle Fett durch regelmäßiges Training verschwindet.

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